Unsere Erfolgsgeschichten

Peter Reinhardt und Luka Lampret

„Effizienz und Schonung natürlicher Ressourcen ist mehr denn je das Gebot der Stunde“, so Peter Reinhardt (Bionik), Gemeinsam mit Luka Lampret (Golibar) aus Slowenien machte er sich im Rahmen seiner Pionierstätigkeit an die Entwicklung einer Multiplatte aus Getreidestroh. Diese kann gleichzeitig als statisch tragendes Bauelement und als Dämmplatte eingesetzt werden Verbunden wird dabei der Klimaschutz in der Produktion mit Energieeffizienzanforderungen an moderne Baustoffe im Einsatz.

In einem Kooperationsprojekt arbeiten beide Experten aufbauend auf der Pioneererfahrung.an der Entwicklung einer marktfähigen Multiplatte aus Strohbauelementen und der Finanzierung des Prototyps. Neben der Reduktion von Treibhausgasen trägt das Vorhaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen im regionalen Handwerk bei.

 

Jagoda Petrovic-Ukaj

Im Rahmen ihres Placements in Sachsen-Anhalt beschäftigte sich Jagoda Petrovic Ukaj mit der Sensibilisierung von Jugendlichen für Nachhaltigkeitsthemen. Sie führte in diesem Zusammenhang Analysen zu Interessensgruppen durch, beleuchtete den Tourismusaspekt und kooperierte mit der internationalen Schule in Barleben. Aufbauend auf dieser Erfahrung strebt ihre serbische Organisation in Kooperation mit der Otto-von-Guericke Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal ein EU-finanziertes Vorhaben haben zur Sensibilisierung und Einbeziehung von Umweltakteuren in Sachsen-Anhalt und auf dem Balkan an. In Belgrad kooperiert sie dabei mit der Eco School.

Nutzen ist hierbei der Bewusstseinszuwachs, der sich in einem verantwortlichen Verwaltungshandeln und der Weiterentwicklung grüner Produktionswege zeigen wird. Der Aufbau eines Netzwerks der Regionen befindet sich im Aufbau. Angestrebt ist die gezielte Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen mit lokaler Verankerung.

Dr. Anton Rassolkin

Fahrzeugantriebe und Brennstoffzellentechnologie sind Kernbereiche der Arbeit von Dr. Anton Rassolkin an der Technische Universität Tallinn Im Rahmen seines Pioneereinsatzes in Sachsen-Anhalt brachte er sein wissen an der Hochschule Magdeburg-Stendal und am Institut für Kompetenz für AutoMobilität (IKAM) ein. Die angebahnten Kooperationsbeziehungen finden ihre Fortsetzung zu technischen und wissenschaftlichen Herausforderungen zu Elektromobilität und nachhaltigen Transportsystemen, bei denen Estland europaweit in einer Vorreiterrolle ist und beide Seiten von den Forschungsergebnissen und der praktischen Erfahrung Nutzen ziehen können.

Jörg Dahlke (Helionat e. G.) in Kooperation mit den Pioneers 2018

Die Bürger-Energie Genossenschaft Helionat eG kooperiert gemeinsam mit dem Landesverband Erneuerbare Energie mit den Pionier/innen des Wandels in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam wurde das Konzept „Energiefabrik“ zum Ansatz eines „Internationalen Nachhaltigkeitszentrums“ weiterentwickelt. Die Pionneers brachten dabei ihre vielfältige fachliche Kompetenz, die Erfahrungen aus Valencia und die Entwicklung von Geschäftsideen zur Konkretisierung des Vorhabens ein. Die Partner in Sachsen-Anhalt haben diese Konkretisierungen aufgegriffen und werben derzeit intensiv um eine öffentliche Anschubfinanzierung für das Nachhaltigkeitszentrum.

Erfolgsprodukt Assignment 2016

"Kommunale Möglichkeiten zur Implementierung Bildung nachhaltiger Entwicklung“ steht für Sie jetzt zum Download zur Verfügung.
Mike Mustermann

Dr. Angelica Fonseca-Krause

Ende der 80er Jahre entstand die Idee eines selbstversorgten, selbstbestimmten Ökodorfes. Eine Gruppe motivierter Umweltpioniere zog in die Altmark, um gemeinsam das Ökodorf „Sieben Linden“ zu gründen.  Seit 1997 siedeln, bauen und leben dort mittlerweile 100 Erwachsene und 40 Kinder. Das Leben in Sieben Linden zeigt, dass es möglich ist, Räume zu besiedeln und gleichzeitig zu bereichern.

Eine der Bewohnerinnen ist Dr. Angelica Fonseca-Krause. Die gebürtige Brasilianerin kam 1989 über ein EU-Projekt nach Deutschland, um später in der Naturwissenschaft zu promovieren und schließlich ihrer Passion eines autarken Ökodorfes nachzugehen. Sie bearbeitet die Schließung von Nährstoffkreisläufen und erforscht die effektive Nutzung von in Klärschlamm enthaltenem Stickstoff und Phosphor. In traditionellen Systemen werden bisher Phosphat und Ammoniak in Kläranlagen aufwendig entfernt, ohne dass das Nährstoffpotential genutzt wird. In Sieben Linden will Angelica diese Energie nutzen und in geschlossene Ökokreisläufe einbinden. Davon sollen Wohnhäuser, Geschäfte, Büroflächen und Hotels künftig profitieren.

Ein weiteres Forschungsgebiet von Dr. Angelica Fonseca-Krause ist das Strawship-Projekt. Dies ist eine Bauweise, die auf alternative Baustoffe wie Holz, Lehm, Strohballen, „Isofloc“ und Hanf basiert. Der erste Blick in das Dorf löst bei vielen Menschen erst einmal Verwunderung aus, da sie mit einem alternativen Leben kreatives Bauen verbinden. Die Baukriterien einzuhalten und dabei gleichzeitig Ästhetik, Komfort und soziale Ansprüche an die Architektur zu berücksichtigen ist zeitlich sowie finanziell nicht einfach. Viele Träume wurden geträumt und zurechtgestutzt. Unter anderem wird aufgrund dessen immer weiter an machbaren ökologischen Formen geforscht.

Um Ihren Visionen aus der Nische zu verhelfen und Breitenwirkung zu erzielen, wendeten sich die Initiatoren von „Sieben Linden“ 2016 an die IdeenFarm. Gemeinsam konnten wir über Dr. Angelica Fonseca-Krause neuen Input und Impulse in das Ökodorf einfließen lassen.

Nutzen Sie das europaweite Expertennetzwerk der

Ideenfarm! Werden Sie Pioneer oder Host!

Vera Ivancsics

Mahsa Baniasadi

Nach Beendigung Ihres PhD in Italien entschloss sich Mahsa zur Teilnahme am Pioneer into Practice Programm 2016. Ihr bot sich die Möglichkeit, ihre Netzwerke auszuweiten und internationale Erfahrungen zu sammeln.

Im September 2016 ging es für die junge Wahlitalienerin nach Deutschland. In Magdeburg, Sachsen-Anhalt machte sie sich mit dem deutschen  Abfallmanagementsystem vertraut. Als Chemieingenieurin wählte Mahsa ihr Forschungsgebiet im Bereich Umwelt und Erneuerbare Energien. Die Erfahrung im europäischen Pioneer into Practice Programm war für sie hochintereressant.

Die Workshops, das E-Learning und das Placement in Sachsen-Anhalt empfiehlt sie allen, die im Umweltbereich aktiv sind. Neue Bereiche waren für Mahsa die Themen "Systeminnovation und Transition Management", in denen sie weiterhin mit Kolleg*innen aus dem Pioneer into Practice Programm arbeitet. Auf die Frage, ob sie noch Kontakt zu einigen Pioneers hat, entgegenet Mahsa, dass sie noch zu fast allen Pioneers aus dem Jahr 2016 Kontakt hält und ebenfalls zu den Partnern in ihrer Placementregion Sachsen-Anhalt.
Vera Ivancsics

Vera Ivancsics

Vera Ivancsics hat ihr Studium „internationale Beziehungen“ in ihrem Heimatland Ungarn absolviert. Ihren ersten längeren Aufenthalt in Deutschland hatte sie bereits 2009 während eines Erasmus-Semesters in Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums arbeitete sie zunächst vier Jahre für das Wirtschaftsministerium in Ungarn.

Ihre Leidenschaft für die Natur ließ sie jedoch nicht los, sodass sie 2011 bis 2014 „Landschaftsarchitektur und Gartenbau“ studierte. In einem Consulting-Büro für Stadtentwicklung ist sie in ihrer ungarischen Heimat seither angestellt.

Im Rahmen des „Pioneer into Practice“ Programms kam Vera nun ein weiteres Mal nach Deutschland und hat vier Wochen bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) gearbeitet. Vera Ivancsics war an der Erstellung eines Energieatlas beteiligt. Sie erhielt Einblick in andere Arbeitsweisen, konnte sich mit Experten austauschen und neue Impulse für ihre Arbeit in Ungarn mitnehmen.

Prof. Dr. Gilian Gerke

Prof. Dr. Gilian Gerke

Der Bereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal deckt einen Großteil der Bereiche der Umwelttechnik ab. Kennzeichnend ist aber auch der Blick über den Tellerrand hinaus: Fragen der Organisation von Umweltschutz in Unternehmen und die gesellschaftliche Verankerung von Umweltbelangen haben im Arbeitsbereich von jeher große Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren und die internationale Verzahnung sind dabei feste Bestandteile.

Vor diesem Hintergrund bot sich der Arbeitsbereich ab 2015 als Host für internationale Pioniere an. Im Rahmen von Placements erarbeiteten diese eine Roadmap für eine klimaneutrale Hochschule und Konzeptideen im Abfallbereich.

"Die Einbindung internationaler Fachkräfte stellt eine Bereicherung für unseren Arbeitsbereich dar. Andere Perspektiven sind hilfreich um innovative Ansätze voranzutreiben.", so Prof. Dr. Gilian Gerke.