Unsere Erfolgsgeschichten

Dr. Stella Veciana

Ab Herbst 2016 arbeitete Dr. Stella Veciana während ihres Placements an der Universidad Politécnica de Valencia (UPV, Fachbereich Kunst und Wissenschaft) und der Universidad de Valencia (UV, Fachbereich Geographie). Die Themen des ökologischen Bauens und der Schaffung von kreativen, grünen urbanen Räumen prägten die Arbeiten der vielseitig interessierten Wissenschaftlerin.

Resultat ist die Projektidee „Wege der Transformation“, die auf den Aspekt der Wiedergewinnung und Gestaltung von naturnahen Räumen in der Stadt basiert.  Das Konzept setzt auf die Vernetzung der  lokalen Ebene, der nachhaltigen Bildung und dem internationalen Austausch zwischen Akteuren.

„Das Hauptanliegen des Projektes ist eine partizipativ gestaltete städtische Wiederaufforstung. Dies reicht von der Bewaldung stillgelegter Industrie- und Wohnflächen über die Begrünung traditioneller (Garten)Wege bis zur Gestaltung neuer grüner städtischer Verbindungswege.“, so Dr. Stella Veciana.

Die Projektidee wurde von Dr. Stella Veciana (Leuphana Universität) und Dr. Mijo Miquel (UPV) verschiedenen Akteuren in Sachsen-Anhalt vorgestellt. Aus diesen Kooperationszusammenhang entwickelte sich eine Projektzusammenarbeit zwischen der Universidad Politécnica de Valencia, dem Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) in Halle/Saale und der Stadt Dessau-Roßlau, die in einen Projektantrag auf EU-Ebene im Rahmen des Horizon2020 Programms mit fünfzehn internationalen Partnern mündete.

Erfolgsprodukt Assignment 2016

"Kommunale Möglichkeiten zur Implementierung Bildung nachhaltiger Entwicklung“ steht für Sie jetzt zum Download zur Verfügung.
Mike Mustermann

Dr. Angelica Fonseca-Krause

Ende der 80er Jahre entstand die Idee eines selbstversorgten, selbstbestimmten Ökodorfes. Eine Gruppe motivierter Umweltpioniere zog in die Altmark, um gemeinsam das Ökodorf „Sieben Linden“ zu gründen.  Seit 1997 siedeln, bauen und leben dort mittlerweile 100 Erwachsene und 40 Kinder. Das Leben in Sieben Linden zeigt, dass es möglich ist, Räume zu besiedeln und gleichzeitig zu bereichern.

Eine der Bewohnerinnen ist Dr. Angelica Fonseca-Krause. Die gebürtige Brasilianerin kam 1989 über ein EU-Projekt nach Deutschland, um später in der Naturwissenschaft zu promovieren und schließlich ihrer Passion eines autarken Ökodorfes nachzugehen. Sie bearbeitet die Schließung von Nährstoffkreisläufen und erforscht die effektive Nutzung von in Klärschlamm enthaltenem Stickstoff und Phosphor. In traditionellen Systemen werden bisher Phosphat und Ammoniak in Kläranlagen aufwendig entfernt, ohne dass das Nährstoffpotential genutzt wird. In Sieben Linden will Angelica diese Energie nutzen und in geschlossene Ökokreisläufe einbinden. Davon sollen Wohnhäuser, Geschäfte, Büroflächen und Hotels künftig profitieren.

Ein weiteres Forschungsgebiet von Dr. Angelica Fonseca-Krause ist das Strawship-Projekt. Dies ist eine Bauweise, die auf alternative Baustoffe wie Holz, Lehm, Strohballen, „Isofloc“ und Hanf basiert. Der erste Blick in das Dorf löst bei vielen Menschen erst einmal Verwunderung aus, da sie mit einem alternativen Leben kreatives Bauen verbinden. Die Baukriterien einzuhalten und dabei gleichzeitig Ästhetik, Komfort und soziale Ansprüche an die Architektur zu berücksichtigen ist zeitlich sowie finanziell nicht einfach. Viele Träume wurden geträumt und zurechtgestutzt. Unter anderem wird aufgrund dessen immer weiter an machbaren ökologischen Formen geforscht.

Um Ihren Visionen aus der Nische zu verhelfen und Breitenwirkung zu erzielen, wendeten sich die Initiatoren von „Sieben Linden“ 2016 an die IdeenFarm. Gemeinsam konnten wir über Dr. Angelica Fonseca-Krause neuen Input und Impulse in das Ökodorf einfließen lassen.

Nutzen Sie das europaweite Expertennetzwerk der

Ideenfarm! Werden Sie Pioneer oder Host!

Vera Ivancsics

Mahsa Baniasadi

Nach Beendigung Ihres PhD in Italien entschloss sich Mahsa zur Teilnahme am Pioneer into Practice Programm 2016. Ihr bot sich die Möglichkeit, ihre Netzwerke auszuweiten und internationale Erfahrungen zu sammeln.

Im September 2016 ging es für die junge Wahlitalienerin nach Deutschland. In Magdeburg, Sachsen-Anhalt machte sie sich mit dem deutschen  Abfallmanagementsystem vertraut. Als Chemieingenieurin wählte Mahsa ihr Forschungsgebiet im Bereich Umwelt und Erneuerbare Energien. Die Erfahrung im europäischen Pioneer into Practice Programm war für sie hochintereressant.

Die Workshops, das E-Learning und das Placement in Sachsen-Anhalt empfiehlt sie allen, die im Umweltbereich aktiv sind. Neue Bereiche waren für Mahsa die Themen "Systeminnovation und Transition Management", in denen sie weiterhin mit Kolleg*innen aus dem Pioneer into Practice Programm arbeitet. Auf die Frage, ob sie noch Kontakt zu einigen Pioneers hat, entgegenet Mahsa, dass sie noch zu fast allen Pioneers aus dem Jahr 2016 Kontakt hält und ebenfalls zu den Partnern in ihrer Placementregion Sachsen-Anhalt.
Vera Ivancsics

Vera Ivancsics

Vera Ivancsics hat ihr Studium „internationale Beziehungen“ in ihrem Heimatland Ungarn absolviert. Ihren ersten längeren Aufenthalt in Deutschland hatte sie bereits 2009 während eines Erasmus-Semesters in Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums arbeitete sie zunächst vier Jahre für das Wirtschaftsministerium in Ungarn.

Ihre Leidenschaft für die Natur ließ sie jedoch nicht los, sodass sie 2011 bis 2014 „Landschaftsarchitektur und Gartenbau“ studierte. In einem Consulting-Büro für Stadtentwicklung ist sie in ihrer ungarischen Heimat seither angestellt.

Im Rahmen des „Pioneer into Practice“ Programms kam Vera nun ein weiteres Mal nach Deutschland und hat vier Wochen bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) gearbeitet. Vera Ivancsics war an der Erstellung eines Energieatlas beteiligt. Sie erhielt Einblick in andere Arbeitsweisen, konnte sich mit Experten austauschen und neue Impulse für ihre Arbeit in Ungarn mitnehmen.

Prof. Dr. Gilian Gerke

Prof. Dr. Gilian Gerke

Der Bereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal deckt einen Großteil der Bereiche der Umwelttechnik ab. Kennzeichnend ist aber auch der Blick über den Tellerrand hinaus: Fragen der Organisation von Umweltschutz in Unternehmen und die gesellschaftliche Verankerung von Umweltbelangen haben im Arbeitsbereich von jeher große Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren und die internationale Verzahnung sind dabei feste Bestandteile.

Vor diesem Hintergrund bot sich der Arbeitsbereich ab 2015 als Host für internationale Pioniere an. Im Rahmen von Placements erarbeiteten diese eine Roadmap für eine klimaneutrale Hochschule und Konzeptideen im Abfallbereich.

"Die Einbindung internationaler Fachkräfte stellt eine Bereicherung für unseren Arbeitsbereich dar. Andere Perspektiven sind hilfreich um innovative Ansätze voranzutreiben.", so Prof. Dr. Gilian Gerke.